Unsere Kirchengemeinde bietet Schutz vor sexualisierter Gewalt und Grenzverletzungen
Die Evangelische Kirche im Rheinland hat auf der Landessynode im Januar 2020 ein Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt verabschiedet, das am 1. Januar 2021 in Kraft getreten ist. Jede Gemeinde hat ihr eigenes Konzept erarbeitet.
Sicherlich zieht das Thema der sexualisierten Gewalt und der ungleichen Machtverhältnisse viele Fragen, Diskussionen und auch Ablehnung nach sich und das wird auch so bleiben. Dieses Konzept kann nur ein Anfang sein, ein Entwurf, den wir Arbeitsgruppenmitglieder „Schutzkonzept“ im Gespräch mit vielen anderen in unserer und anderen Gemeinden entwickelt haben. Prävention ist ein andauernder Prozess. Erfahrungen, Ideen sowie gelebtes Gemeindeleben werden dazu beitragen, das Schutzkonzept in den nächsten Jahren weiter anzupassen und auszubauen.
Was gehört alles zu unserem Schutzkonzept?
- Verhaltensregeln
- Verhaltenskodex (früher: "Selbstverpflichtungserklärung")
- Vorlage von erweiterten Führungszeugnissen (alle 5 Jahre) von ehrenamtlich tätigen Gemeindegliedern, die dauerhaften oder intensiven Kontakt zu Schutzbedürftigen, z.B. Kindern und Jugendlichen, haben und von haupt- und nebenamtlichen Mitarbeitenden
- Schulungen zur Prävention von sexualisierter Gewalt - „Auf Grenzen achten – sicheren Ort geben“
- Meldeverfahren und Ansprechpartner:innen kennen
- Potenzial- und Risikoanalyse
Was kann jedes Gemeindeglied tun?
Das Thema Grenzverletzungen und sexualisierte Gewalt ist kein Thema, mit dem man sich gerne beschäftigt. Das ist unangenehm, es ist etwas, über das man nicht spricht. Und genau das ist die Herausforderung und gleichzeitig unsere Verantwortung in der Gemeinde: Bewusstsein schaffen, darüber reden, aufmerksam sein und bei Grenzverletzungen ins Gespräch mit den Ansprechpartner:innen kommen. Es geht nicht nur um Schutz vor sexueller Gewalt gegenüber Minderjährigen. Es geht auch nicht darum, dass wir den Gestaltenden in der Gemeinde nicht vertrauen. Es geht darum zu zeigen, dass wir eine Kultur des gegenseitigen Respekts leben wollen und die Grenzen aller Menschen achten. Prävention bedeutet, möglichen Übergriffen zuvorzukommen – auch wenn sich Verantwortliche in den Gemeinden und Kirchenkreisen, Ämtern, Werken und Einrichtungen oft kaum vorstellen können, dass gerade in ihrem Verantwortungsbereich sexualisierte Gewalt einen Ort finden könnte.
Vertrauenspersonen und Ansprechpartner:innen in der Evangelischen Emmaus-Kirchengemeinde an Rhein und Vorgebirge sind:
Alfter: Sibylle Thon, Tel. 02222-28 82
Bornheim: Heidi Hamm, Tel. 0162-739 36 89
Hemmerich: Daniela Nierada, Tel. 0152-53 42 34 29
Hersel: Matthias Braun, Tel. 0157 76028943
Hilfetelefon sexualisierte Gewalt bundesweit: 0800 – 225 55 30