26/02/2026 0 Kommentare
Zeitenwende in der Friedensethik? Die neue Friedensdenkschrift der EKD
Zeitenwende in der Friedensethik? Die neue Friedensdenkschrift der EKD

Am 10. November 2025 hat der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im Rahmen der diesjährigen EKD-Synode in Dresden unter dem Titel „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick – Evangelische Friedensethik angesichts neuer Herausforderungen“ eine neue Friedensdenkschrift der EKD der Öffentlichkeit präsentiert.
Die letzte Friedensdenkschrift stammte aus dem Jahre 2007 und war in einer vollkommen anderen welt- und sicherheitspolitischen Situation als der heutigen entstanden. Wenige Monate nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 hatte EKD sich bei ihrer Synode im November 2022 in Magdeburg, aufgegeben, ihre friedensethischen Positionen zu überprüfen.
Die neue Friedensdenkschrift hat ein durchaus kontroverses Echo ausgelöst. Während Bundesaußenminister Johann Wadephul äußerte, die Friedensdenkschrift habe „kluge Antworten“ auf schwierige Fragen gefunden, urteilte z.B. der Publizist Jacob Augstein, die EKD-Denkschrift sei eine „Katastrophe“.
Auch wenn das Papier nicht den Charakter eines verbindlichen Lehrschreibens hat – das gibt es im Protestantismus nicht – stellt es eine wichtige Diskussionsgrundlage für ein Thema dar, dem man sich als Christ oder Christin kaum wird entziehen können.
Unser Gemeindemitglied Benedict v. Andrian, Oberst a.D., blickt mit uns in die neue Friedensdenkschrift und gibt Denkanstöße zur Einordnung in die aktuellen sicherheitspolitischen Situation in Deutschland und zur Frage des Christseins in unruhigen Zeiten und stellt sich der Diskussion. Herzliche Einladung!
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